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Konzerttipp: Caro Emerald – Pop, Jazz und viel Gefühl

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Caro Emerald

Der Shootingstar aus den Niederlanden bald in Berlin: Caro Emerald

 

Eine kurze Empfehlung: Caro Emerald kommt am 27.10.2011 ins Tempodrom in Berlin. Die Niederländische Sängerin verbindet in ihren Songs ungeniert Pop, Jazz und viel Gefühl. Das klingt für manchen sehr retro, für andere wie eine moderne Hommage, es ist jedenfalls einfach tolle Musik für jedes Alter. Inzwischen ist Caro Emerald daher auch weit über die Grenzen Hollands hinaus ein Begriff. Mit “A Night Like This” erreichte Caro in Deutschland immerhin Platz 4 der Hitparade! Auch wer Caro Emerald nicht zu kennen glaubt, hat wahrscheinlich schon Musik von ihr gehört. Sie singt nämlich im Song “Beggin’ – On A Night Like This” zusammen mit Madcon.

Mehr Infos gibt’s auf Wikipedia. Ich hab euch zum Mund wässrig machen eine schöne Akustikversion von “Back It Up” raus gesucht:

 

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Video der Woche: Incubus – Adolescents

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Incubus sind zurück. Sie haben gerade ein exklusives Konzert in Berlin bestätigt. Ein guter Anlass sich Adolescents vom kommenden Album “If Not Now, When?” zu Gemüte zu führen. (Entschuldigt bitte die Werbung, bei Youtube ist das Video leider wie mittlerweile üblich, nicht verfügbar!)

Adolescents von Incubus
© Incubus-Videos bei Clipfish

Lust auf das neue Album bekommen? Dann Tickets für Incubus im Huxley’s sichern, solange es noch welche gibt!

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Zucker für die Seele – Sugar From Soul im Ex’n’Pop (Support: Doppeleffekt)

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Eine der tollen Sachen, wenn man beruflich irgendwas mit Musik zu tun hat, ist sicherlich, dass man immer wieder zu Konzerten eingeladen wird; teils auch zu Konzerten von Newcomer-Bands. Oft genug weiß man später genau, warum man die fragliche Band nicht kannte. Aber manchmal ist es umgekehrt und wunderbar: Da kriegt man eine Einladung zum Konzert einer völlig unbekannten Band, geht hin und ist kurz darauf hin und weg. So war das Freitag.

Tobias, der Schlagzeuger von Sugar from Soul aus Mainz, hatte mich aufgrund dieses Blogs darauf hingewiesen, dass sie ein Konzert in der Ex’n’Pop-Bar geben würden und fragte mich, ob ich eventuell vorbei kommen wollte. Ich hörte mir die aktuelle EP an (“Double-Minded” gibt es in ihrem Youtube-Kanal) und was ich hörte, gefiel mir sehr. Rock, der mich hier ein wenig an die Beatsteaks, dort ein bisschen an Queens Of The Stoneage erinnerte. Nicht die schlechtesten Referenzen, zumal das Ganze durchaus eigenständig klang. Ich googelte ein wenig herum und fand nicht wahnsinnig viele Infos zur Band, die waren aber durchweg positiv. Ich sagte zu und begab mich nach Schöneberg.

Versehentlich bin ich auf die Minute pünktlich gewesen, was den Effekt hatte, dass ich als Erster dort war, sehr unangenehm. ;) Nach und nach trudelten dann doch noch ein paar weitere Gäste ein, voll war es aber nicht. So blieb genug Zeit für ein Bier und ein kleines Schwätzchen mit Tobias (netter Kerl!), der mir vom Auftritt am Vortag im Tacheles erzählte (gut) und den ich ein bisschen über den Alltag einer Newcomerband befragen konnte (wobei Sugar From Soul sooo jung nicht sind, immerhin spielen sie schon seit 2006 zusammen, was man auch merkt, aber dazu später mehr). Ich unterhielt mich jedenfalls bestens und hoffte inbrünstig, die Band würde nicht enttäuschen.

Zuerst trat die Supportband auf, Doppeleffekt aus Dortmund. Vier sympathische junge Kerle, die eine Art Pop-Punk mit deutschen Texten spielen, nicht übel, aber wohl Geschmackssache. Hab mir auf ihrer Myspaceseite ein paar Songs angehört, mir waren die Songs aber zu poppig.

Doppeleffekt sind: Simon, Jan, Simon und Thomas (v.l.n.r.)

Live klang ihr Sound sehr blechern und übersteuernd, nach kurzer Irritation war ich darüber aber ganz froh, denn das gab den Songs eine gewisse Aggression, die der Musik eher nützte als schadete. Das Publikum ging gut mit und forderte eine kleine Zugabe. Dafür holten Doppeleffekt ihren passend zu Berlin umgetexteten Münster-Song hervor, der animierte das Publikumsogar zum Mitsingen. Ich hatte beim Konzert durchaus Spaß, man nimmt den Jungs ab, dass sie gern musizieren, von Perfektion sind sie aber noch weit entfernt.

Danach spielten Sugar From Soul. Sugar From Soul sind Fabian (Gesang, Gitarre), Benny (Gitarre), Jasmin (Bass) und Tobi (Schlagzeug). Hörproben gibt es auch auf Facebook oder auf ihrer Myspace-Seite.

Mit “The Core” von der am 3. Mai veröffentlichten CD starteten die auch gleich zünftig. Schnell war klar: Die haben technisch und musikalisch echt was drauf und harmonieren sehr gut miteinander. Hier merkt man, dass die Band häufig zusammen vor Publikum steht. Die EP war gut, aber live sind Sugar From Soul eine Wucht. Selten habe ich einen Sänger erlebt, der so genau wusste, wie man ein Mikro bedient (ja, man kann mehr als einfach nur rein singen), außerdem hat er eine sehr wandlungsfähige Stimme, die in den Refrains desöfteren von der Bassistin unterstützt wird.

Fabian (Gesang und Gitarre) und Jasmin (Bass)

Der Gitarrist macht Sperenzchen, spielt beispielsweise wie Hendrix hinterm Rücken, ist aber vor Allem talentiert und spielt mit viel Gefühl. Schlagzeug und Bass verhielten sich etwas unauffälliger, was bei den teils recht vertrackten Rocksongs der Band allerdings nichts anderes heißt, als dass sie sehr gut spielten.

Benny (Gitarre) in Action

Die Songs sind abwechslungsreich, mal rockiger, mal eher Blues, die Refrains bleiben im Ohr, die Musik zwingt zur Bewegung und ist voller Energie. Alles sehr toll und nach meinem Geschmack. Songs von älteren Veröffentlichungen erinnerten in ihren epischeren Momenten und wenn der Gesang etwas höher ausfiel, positiv an Muse, die ich sehr schätze. David Bowie (habe ich in einem andern Review gelesen) ist in manchen Momentan auch eine Assoziation, die ich nachvollziehen kann. Insgesamt sind Sugar From Soul aber eine sehr eigenständige Band, deren Entwicklung ich interessiert weiter beobachten werde.

Ich war am Ende nicht der Einzige, den die Band umgehauen hat. Ringsum sah ich immer wieder begeisterte bis staunende Gesichter. Die wenigsten Zuschauer hatten wohl solch hochwertige Musik erwartet. Das Publikum wollte die Mainzer gar nicht wieder von der Bühne lassen. Auch mit einer Zugabe gab es sich nicht zufrieden, nein, es mussten zwei sein, und das, obwohl die arme Band kaum noch Songs im Repertoire hatte. Aber irgendwann muss alles Gute enden, so auch dieses Konzert. Im Anschluss daran erstand ich noch schnell eine selbstbetitelte CD der werten Herr- und Damenschaften und war sehr froh, als Tobias mir verkündete, die Band werde aller Voraussicht nach im Herbst wieder in Berlin vorbei schauen. Es wäre schade wenn nicht!

 

Berlin Live: Tolle Bands, tolle Location, doofes Konzert

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Schaut euch mal diese Location an!

Dank einer Freundin bin ich gestern bei Motor.fm auf “Berlin Live” gestoßen, ein “Minifestival” in Berlin. Im Trafo in der Koepenicker Strasse traten in diesem Rahmen jeweils drei Bands auf. Am 1. Mai waren das Atari Teenage Riot, KIZ und PlanningToRock, gestern dann Mando Diao, Johnossi und Bonaparte. Das Ganze kostete keinen Eintritt, stattdessen konnte sich jeder auf Motor.fm einen Gästelistenplatz (plus Begleitperson) sichern, indem er seinen Namen und eine E-Mailadresse angab. Die Konzerte filmte das ZDF dann für seinen Kultur-Kanal, um sie in der nächsten Zeit auszustrahlen und so hoffentlich ein jüngeres Publikum anzusprechen. Soweit, so toll. In der Realität funktionierte das Alles leider nicht so gut.

Die Registrierung für die Gästeliste lief unkompliziert und dauerte keine zwei Minuten. Da mehrmals darauf hingewiesen wurde, dass man sicherheitshalber möglichst früh vor Ort sein solle, um auch wirklich ganz sicher auf das Konzert gelassen zu werden, machte ich mich mit Begleitung gegen 18 Uhr auf den Weg zum Trafo. Bis zum Einlass gegen 19 Uhr hatten sich dann auch eine ordentliche Schlange vor der großen Halle gebildet. Sicherlich sehr schöne Bilder fürs Fernsehen, trotzdem hätte der Einlass insgesamt ruhig etwas schneller vonstatten gehen können. Wäre er vielleicht auch, wenn die Ordner am Eingang darauf geachtet hätten, dass wirklich erst diejenigen rein kommen, die geduldig in der Schlange gewartet haben. Stattdessen bildete sich direkt nach dem Öffnen der Tore eine Menschentraube aus Wartenden und Vordrängelnden und am Ende waren die Fairen die Dummen.

Da wir verhältnismäßig weit vorn in der Schlange standen, waren wir trotzdem relativ schnell im Trafo. Die Location ist ziemlich beeindruckend, eine riesige Fabrikhalle. Angesichts der langen Schlange vor der Garderobe (und auch angesichts der Kälte in der Halle) beschlossen wir, unsere Jacken lieber anzubehalten und machten uns auf die Suche nach einer Bar. Besser gesagt: Nach dem Tresen. Richtig gelesen: Für mehrere hundert Menschen hatte man genau einen Tresen aufgestellt, an dem fleißige, aber überforderte Mitarbeiter Flaschenbier in Plastikbecher umfüllten. Hier stand man nochmal ausgiebig Schlange, um am Ende endlich 0,33 Liter unverschämt teures Bier zu erhalten. Dickes Minus!

Nun ja, dachten wir uns, das Wichtigste sind die Konzerte. Also machten wir uns auf in den offenbar dafür vorgesehenen Bereich. Wir stellten fest, dass die Bühnen sehr niedrig waren, so dass man sie schon bei wenig Publikumsaufkommen erstaunlich wenig erkennen konnte. Was uns wunderte, denn dafür schien es keinen ersichtlichen Grund zu geben, man hätte die Bühne problemlos höher anbringen können. Da ich nicht der Größte bin, verließen wir den Bereich wieder, ich hätte hier sowieso nichts gesehen und versuchten uns so an der Seite oder hinter der Bühne (wo mittlerweile auch schon Bonaparte rumturnten, die wir unbedingt sehen wollten) aufzustellen, dass wir halbwegs was erkennen konnten.

Da es mittlerweile recht voll war, auf jeden Fall zu voll, als dass alle Besucher in den Bereich zwischen den drei Bühnen (Ich habe gehört, es gäbe drei Bühnen, gesehen habe ich zwei davon leider nie) gepasst hätten, war das schwierig. Geschätzt lief etwa die Hälfte der Besucher planlos durch die Gegend, während das Bonaparte-Konzert anfing. Alle versuchten, einen Platz mit guter Sicht zu ergattern. Als wir endlich einen halbwegs okayen Platz hatten war die Stimmung im Bereich zwischen den drei Bühnen schon ganz ordentlich, was sicherlich der guten Show von Bonaparte zu verdanken war. Am Sound kann es kaum gelegen haben, der war nämlich grottig. Die Location ist toll, aber für Konzerte scheint sie mir schlecht geeignet zu sein.

Nach wenigen Liedern war der Bonaparte-Auftritt schon wieder vorbei und -akustisch völlig unverständlich- wurden die Schweden Johnossi anmoderiert. Die klangen besser als Bonaparte, dafür habe ich von denen wirklich überhaupt nichts gesehen, da ich ja noch in der Nähe der Bonaparte-Bühne stand. Eine Zeit lang war mir nicht einmal klar in welcher Richtung die Bühne sich befand, dass es keinerlei Möglichkeit gab, irgendwas davon zu sehen, war dafür umso schneller klar.

Naja. Machen wir es kurz. Nach ein paar Minuten Johnossi gab es wieder eine unverständliche Anmoderation, dann waren Mando Diao dran, wieder auf einer anderen Bühne. Diese Bühne war so positioniert, dass ich ab und an die Köpfe von Mando Diao sehen konnte. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, die Bühne war doch ziemlich weit entfernt. Kaum waren Mando Diao mit ihren drei oder vier Songs durch spielten dann auch schon wieder Bonaparte. Wir standen dieses Mal an anderer Stelle, sehen konnten wir trotzdem nicht genug. Zwar war die Bühne nun sehr nah und wir hatten einen tollen Blick auf Schlagzeuger und Keyboardspieler, der Blick auf den vorderen Teil der Bühe war uns allerdings durch allerlei Tücher und Boxen (und ab und an einen Kameramann) verstellt. Nicht direkt hinter der Band stehend gefiel uns auch der Sound etwas besser, leider hörten wir hier den Sänger nicht, was trotz toller Songs wie “Too Much” auch nicht besser war. Dieses Set war noch kürzer als das erste, gefühlte fünf Minuten.

Dann wieder Johnossi, dieses Mal versuchten wir gar nicht mehr, etwas zu erkennen und stellten uns stattdessen in die Bierschlange. Etwa zeitgleich mit dem Erhalt des zweiten Biers des Abends waren dann auch Mando Diao zurück und spielten einen Song mit Johnossi, wenn ich das richtig erahnen konnte. Dann noch ungefähr zwei eigene Songs (inklusive des Hits “Down In The Past”) und das war’s. Immerhin war es noch nicht allzu spät, nicht einmal 10 Uhr, so konnte man mit dem Abend noch Sinnvolleres anfangen.

Schade um die Bands, schade um die Location. Der Sound war schlecht und das Prinzip mit den drei Bühnen gleichzeitig halte ich für richtig bescheuert. Was blieb ist der hunderste Ohrwurm von “Down In The Past”. Yeah.

Berlin Live, das Format von ZDF Kultur für Jüngere

Update 6.Mai 2011: Im Trailer sieht das alles erwartungsgemäß natürlich toll aus.

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