Kritik

So war es bei …

Rolling Stones

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Rolling Stones

12. September 2017 Tickets

Das Konzert der Rolling Stones in Hamburg war ein Auftritt der Superlative. Um 20.30 Uhr begann der ganz große Rock’n’Roll-Zirkus. Vier gewaltige Videoleinwände flackerten rot und mit atemberaubender Wucht erklang das Intro für “Sympathy for the Devil”. Besser kann man eine Show kaum beginnen.


So war’s beim Coke Sound Up Festival

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Culcha Candela & 750.000 Fans beim Festival of Happiness

Culcha Candela & 750.000 Fans beim Festival of Happiness

Pünktlich um 16.00 Uhr eröffnen Newcomer Jenix aus Zwittau das musikalische Programm und begrüßen die schon zahlreich erschienenen Fans mit ihrem fröhlichen Poprock. Es folgen One Night Only aus England, die mit der aktuellen Coke Hymne „Can You Feel It“ für einen weiteren Höhepunkt sorgen. Als im Anschluß Jennifer Rostock die Bühne betritt, wird sie von ihren Fans begeistert empfangen. So perfekt aufgewärmt, haben die Jungs von Sunrise Avenue keine Probleme, die Begeisterung der Fans noch zu steigern. Sänger Samu Haber ist sichtlich beeindruckt und bewegt als er sich bei allen Anwesenden bedankt: „Es ist eine Ehre für uns heute hier zu sein. Morgen ist ein ganz besonderer Tag für euch und auch uns bedeutet Deutschland eine Menge.“

Hier die offiziellen Videos in umgekehrter Reihenfolge:

Mando Diao – Dance With Somebody

Mando Diao – Gloria

Mando Diao – Long before Rock-n-Roll

Mando Diao – No more tears

Culcha Candela – Hamma

Culcha Candela – Berlin City Girl

Culcha Candela – Hungry eyes

Culcha Candela – Move it

Sunrise Avenue – Hollywood Hills

Sunrise Avenue – Destiny

Sunrise Avenue – Out of Tune

One Night Only – Can you feel it

One Night Only – Just for tonight

One Night Only – Say you don’t want it

Jennifer Rostock – Kapitän

Jenix – Here we go

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Rainald Grebe in der Waldbühne – Er ist massenkompatibel!

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Rainald Grebe Waldbühnen-Konzert 2011

Mehr Fans als Elton John: Rainald Grebe in der Waldbühne

Zum 40. Geburtstag hatte Rainald Grebe zum großen Halleluja Berlin- Konzert in die Berliner Waldbühne eingeladen und je nach Quelle folgten zwischen 15.000 und 18.000 Menschen seinem Aufruf. Soviel sei direkt verraten: Sie bekamen Einiges geboten für ihr Geld.

Pünktlich um 18 Uhr öffneten sich die Tore der Waldbühne und die langen Schlangen der – trotz Regenwetter- schon davor Wartenden verteilten sich nach und nach auf die Ränge. Als die Waldbühne schon gut gefüllt war, wurden dem Publikum vom Gropiuschor ein paar Liedchen geträllert, was die gutgelaunte Menge prompt mit La Olas honorierte. Nach dem Gesang wurde geboxt, es standen zwei Amateurkämpfe auf dem Programm. Der Auftritt einiger Turnerinnen musste aufgrund der Witterung leider entfallen, immerhin durften sie sich den Zuschauern kurz präsentieren, bevor sie wieder hinter der Bühne verschwanden. Für den Ausfall entschädigte das Bolschewistische Blasorchester, das mit “Ostberlin, Westberlin, Nordberlin, Südberlin, Ganzberlin” gut Stimmung machte. Die während des gesamten Vorprogramms immer wieder auf der großen Leinwand gezeigten Bilder von Sportlern während der Nazizeit hätte man sich nach meinem Geschmack allerdings sparen können.

Dann war es soweit, Auftritt Rainald Grebe. Sein Markenzeichen, der Indianerschmuck, durfte natürlich nicht fehlen. Zum Einritt auf seinem Pferd – liebevoll “Schattenfell” genannt- kam es zwar ganz knapp doch nicht, dafür legte Grebe direkt voll los, indem er sich erst über den zeitgleich spielenden Elton John lustig machte: “”Elton John hat heute Abend nur 8000 Zuschauer”, bevor er ein Volksmusik-Medley zum Besten gab. Und lustig ging es weiter. Rainald Grebe unterhielt das Publikum mit Hits wie Dörte, 30-jährige Pärchen oder Prenzlauer Berg auf das Beste. Der ebenfalls anwesende Wowereit bekam zu hören: “Im Tipi im Tipi, da macht der Wowi Pipi” und mit Hilfe eines Zeitzeugen wollte Rainald das Rolling Stones- Konzert wieder aufleben lassen, bei welchem 1965 die Waldbühne so stark beschädigt wurde, dass sie jahrelang nicht bespielt werden konnte. Das scheiterte letztlich, aber immerhin standen alle Zuschauer auf den Bänken und trampelten wohlwollend mit den Füßen. 2011 sind eben nicht die 60er Jahre. Riesige luftgefüllte Bälle flogen übers Publikum hinweg, ein (unechtes) Kamel lief auf der Bühne umher, Grebe gab einem (verkleideten) Pinguin einen wilden Zungenkuss – zwischenzeitlich erinnerte die Action (positiv!) an die verrückten Bonaparte.

Immer wieder waren Auftritte anderer Künstler in das Programm integriert. Mal spielte ein taubstummer Papagei eine Rolle und mal ein Holzfeuerwerk (wegen Waldbrandgefahr). Zwischendurch präsentierte René Marik Geschichten mit seinem Maulwurf und anderen schräge Gestalten, die auch vor großem Publikum, erstaunlich gut funktionierten. Die Menge war jedenfalls zufrieden, was nicht selbstverständlich war, warteten doch viele nur auf die weiteren Lieder Rainald Grebes.

Der begann den zweiten Teil des Abends etwas ernster, es dunkelte jetzt langsam. Sein Indianerkostüm war zwischenzeitlich einer Krone gewichen. So ausgestattet sang Rainald Grebe mit passender Arroganz und Pathos seine von Oben herab- Hymne “Oben”. Danach gab er den dikatorischen Präsident. Es war schwer, sich bei allen Sympathien, die Grebe im Publikum genoss, auf das Spiel mit der Arroganz einlassen. In diesem Teil des Konzerts hatte man kurz das Gefühl, Grebe würde das Publikum und seine Wünsche falsch einschätzen, aber es war nur ein Moment. Als Rainald Grebe sich an seine Eltern wandte und Familienfotos zeigte und gewohnt süffisant kommentierte und als er dann “Familie Gold” intonierte, da war es kurz doch ziemlich besinnlich und fast intim. Direkt danach kam eines meiner Highlights an diesem an Höhepunkten wirklich nicht armen Abend – Rainald Grebe sang vor 18.000 Zuschauern, ja fast inmitten, den ersten Song, den ich von ihm kannte: Massenkompatibel. Ein großartiger Moment, offensichtlich für Künstler und Publikum, denn auch Grebe wirkte merklich ergriffen.

Nach der Nachdenklichkeit kam dann endlich der Moment, auf den viele im Publikum sich schon den ganzen Abend freuten, auch wenn sie geduldig warteten und bestens unterhalten wurden: Rainald Grebe sang seine bekannten Länderhymnen; alle am Stück. Mecklenburg Vorpommern, Sachsen Anhalt und Sachsen,  – aus jedem Bundesland waren Gäste anwesend. Es wurden Feuerzeuge, Knicklichter, Wunderkerzen und andere Leuchtkörper gezückt, denn mittlerweile war es dunkel geworden.  Sein – vor Allem in Berlin – wohl bekanntestes Lied hatte Rainald Grebe sich ganz für den Schluss aufgehoben. Mit “Brandenburg” fand der Abend einen krönenden Abschluss, der das gesamte Publikum zu Standing Ovations und lautstarkem Mitsingen des Refrains “Halleluja Berlin” veranlasste. Am Ende wollte ihn niemand gehen lassen, aber pünktlich 23 Uhr war das Konzert vorbei. Grebe erklärte, er würde gerne noch bis 6 Uhr miorgens machen, aber er dürfe nicht. Nach drei Stunden Dauerprogramm war das gerade so zu verschmerzen.

Wer nicht in der Waldbühne war, hat eindeutig etwas verpasst. Besser hätte Grebes Auftritt nicht laufen können. Auch das Wetter spielte mit: Während des Auftritts regnete es kein einziges Mal. Daheimgebliebene müssen sich trotzdem nicht allzu lange ärgern, denn Rainald Grebe ist auf Deutschlandtour. Und im Januar 2012 können Berliner Fans ihn in den Wühlmäusen das nächste Mal live erleben. Bis zum nächsten Waldbühnenkonzert von Rainald Grebe muss man sich allerdings gedulden: Reinald versprach, seinen 50. Geburtstag wieder auf der Waldbühne zu feiern.

Offizielle Homepage Rainald Grebe

Rainald Grebe Eintrittskarten kaufen

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Die Beatsteaks rocken die Wuhlheide!

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Die Beatsteaks live in der Wuhlheide Berlin 2011

Begeisterten in der Berliner Wuhlheide: Beatsteaks


Auf www.mitvergnuegen.de finden sich ein paar wundervolle Fotos vom Beatsteaks-Konzert in der Wuhlheide in Berlin. Das Konzert war an diesem Wochenende, falls sich das jemand fragt. Den Bildern nach zu urteilen muss es grandios gewesen sein, kein Wunder, sind die Beatsteaks doch als gute Liveband bekannt und Berlin ist ja sowieso ein Heimspiel für sie. Ein entsprechend begeistertes Review findet ihr beispielsweise bei Kabelblume.

Wer jetzt bereut, nicht da gewesen zu sein, muss nicht verzagen, wir wissen, wie man den Fehler wieder ausbügeln kann: Einfach Tickets für eins der anderen Konzerte besorgen, die Beatsteaks touren 2011 nämlich ganz ordentlich durch Deutschland. Da ist sicher für jeden was dabei. Aber nicht nochmal zu lange zögern!

Berliner müssen sich allerdings bis Dezember gedulden, erst dann kommen die Herren Beatsteaks wieder hier vorbei. Aber was sind schon die paar Monate, wenn man dafür das Abschlusskonzert der aktuellen Tour erleben darf.

Beatsteaks 2011 Tickets kaufen

Review: Coke Sound Up mit Sunrise Avenue und One Night Only

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Wie ihr sicher mitbekommen habt, haben wir vor Kurzem 3×2 Tickets für Sunrise Avenue und One Night Only verlost. Nicht irgendwelche, sondern Special Tickets, die Zugang zu einem speziellen Bereich direkt vor der Bühne ermöglichten. Es gab reges Interesse an den Eintrittskarten, gewinnen konnten am Ende natürlich nur drei. Eine der glücklichen Gewinnerinnen war Julia Baumgarten (für alle Twitterer: @missfinnland), die sich extra auf den Weg von Österreich(!) nach Köln machte. Aber lest selbst, sie war so nett, uns zu schildern, wie sie den Tag erlebt hat:

Mein Geburtstag stellte sich als vollkommener Glückstag heraus. Hekticket teilte mir mit, dass ich 2 Special Tickets für das Coke Sound Up mit Sunrise Avenue gewonnen hatte.
Besser konnte der Tag nicht starten.

So stand also fest, ich würde mich mit 4 weiteren österreichischen Sunrise Avenue- Fans auf die weite, zehnstündige Reise nach Köln machen.
Durch die brühende Hitze war dies zwar anstrengend, die Vorfreude auf das Konzert überwog allerdings. Nach dem Konzert am 2. Mai in Wien waren wir alle sehr aufgeregt und voller Vorfreude die finnischen Jungs endlich wieder live auf der Bühne zu erleben.

Und sie enttäuschten uns nicht. Wie immer gaben sie ihr bestes auf der Bühne, ließen uns mitsingen und habe die Menge zum Toben gebracht.

Mein absolutes Highlight bei diesem Konzert war eindeutig das Lied „Stormy End“. Nicht nur von mir, sondern auch von vielen anderen Fans ist dies das Lieblingslied vom neuen Album „Out Of Style“. Also war es nicht verwunderlich, dass die Menge mitsang und das verursachte bei mir Gänsehaut. – Dass es genau zu diesem Zeitpunkt auch noch zu regnen begann, war vielleicht etwas unangenehm, passte allerdings perfekt zur Stimmung.

Leider war das Konzert wie immer viel zu schnell vorbei. Trotzdem war es die zehnstündige Autofahrt hin und die leider 15-stündige Autofahrt retour nach Wien mehr als wert.

Ich danke Hekticket für ein einmaliges Konzert! :)

Ihr seht, Julia hat es gefallen. Wir wünschen ihr auch in Zukunft genauso viel Glück wie bei unserer Verlosung. Julia hat auch noch (unter anderem) dieses tolle Foto geschossen:

Sunrise Avenue live

Mit den Special Tickets ging es ganz nah ran an die Jungs von Sunrise Avenue

Wer jetzt Lust hat, die Jungs auch einmal live (und in Farbe ;)) zu erleben, für den gibt es selbstverständlich noch Tickets, denn Sunrise Avenue sind auf Deutschlandtour.

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Asaf Avidan & The Mojos: Zwei Zugaben. Großer Jubel. Tolles Konzert.

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In Israel bereits Superstars: Asaf Avidan & The Mojos

In Israel bereits Superstars: Asaf Avidan & The Mojos

Ein schönes Review zum Asaf Avidan- Konzert (Frannz-Club, Berlin) im Tagesspiegel. Das Konzert war leider ausverkauft, sonst wäre ich da gern spontan noch hin.Asaf ist ein israelischer Künstler und im ersten Moment klingt seine wirklich wie Janis Joplin. Auffälligstes Merkmal: Ein Irokesenschnitt. Nach einer kurzen Phase der Irritation macht Asaf mit seinen Mojos dann aber vor Allem tolle Musik. Weswegen sie in Israel auch bereits absolute Superstars sind.

Ein paar Zitate aus dem Konzertbesprechung:

“Traumhaft schlafwandlerisch hält die Band zusammen und ist dabei hellwach, konzentriert und immer auf der Höhe. Präzise und auf den Punkt. Eine kompakte Einheit, massiver Block, Wand aus Sound. Und immer Led Zeppelin im Kopf.”

“Leidenschaft und Energie. Zwei Zugaben. Großer Jubel. Tolles Konzert.”

Wer mehr wissen will: Hier geht es zum Review von H.P. Daniels. Für alle, die – wie ich – gern dort gewesen wären, als Trost zumindest ein Video.

 

 

 

Zucker für die Seele – Sugar From Soul im Ex’n’Pop (Support: Doppeleffekt)

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Eine der tollen Sachen, wenn man beruflich irgendwas mit Musik zu tun hat, ist sicherlich, dass man immer wieder zu Konzerten eingeladen wird; teils auch zu Konzerten von Newcomer-Bands. Oft genug weiß man später genau, warum man die fragliche Band nicht kannte. Aber manchmal ist es umgekehrt und wunderbar: Da kriegt man eine Einladung zum Konzert einer völlig unbekannten Band, geht hin und ist kurz darauf hin und weg. So war das Freitag.

Tobias, der Schlagzeuger von Sugar from Soul aus Mainz, hatte mich aufgrund dieses Blogs darauf hingewiesen, dass sie ein Konzert in der Ex’n’Pop-Bar geben würden und fragte mich, ob ich eventuell vorbei kommen wollte. Ich hörte mir die aktuelle EP an (“Double-Minded” gibt es in ihrem Youtube-Kanal) und was ich hörte, gefiel mir sehr. Rock, der mich hier ein wenig an die Beatsteaks, dort ein bisschen an Queens Of The Stoneage erinnerte. Nicht die schlechtesten Referenzen, zumal das Ganze durchaus eigenständig klang. Ich googelte ein wenig herum und fand nicht wahnsinnig viele Infos zur Band, die waren aber durchweg positiv. Ich sagte zu und begab mich nach Schöneberg.

Versehentlich bin ich auf die Minute pünktlich gewesen, was den Effekt hatte, dass ich als Erster dort war, sehr unangenehm. ;) Nach und nach trudelten dann doch noch ein paar weitere Gäste ein, voll war es aber nicht. So blieb genug Zeit für ein Bier und ein kleines Schwätzchen mit Tobias (netter Kerl!), der mir vom Auftritt am Vortag im Tacheles erzählte (gut) und den ich ein bisschen über den Alltag einer Newcomerband befragen konnte (wobei Sugar From Soul sooo jung nicht sind, immerhin spielen sie schon seit 2006 zusammen, was man auch merkt, aber dazu später mehr). Ich unterhielt mich jedenfalls bestens und hoffte inbrünstig, die Band würde nicht enttäuschen.

Zuerst trat die Supportband auf, Doppeleffekt aus Dortmund. Vier sympathische junge Kerle, die eine Art Pop-Punk mit deutschen Texten spielen, nicht übel, aber wohl Geschmackssache. Hab mir auf ihrer Myspaceseite ein paar Songs angehört, mir waren die Songs aber zu poppig.

Doppeleffekt sind: Simon, Jan, Simon und Thomas (v.l.n.r.)

Live klang ihr Sound sehr blechern und übersteuernd, nach kurzer Irritation war ich darüber aber ganz froh, denn das gab den Songs eine gewisse Aggression, die der Musik eher nützte als schadete. Das Publikum ging gut mit und forderte eine kleine Zugabe. Dafür holten Doppeleffekt ihren passend zu Berlin umgetexteten Münster-Song hervor, der animierte das Publikumsogar zum Mitsingen. Ich hatte beim Konzert durchaus Spaß, man nimmt den Jungs ab, dass sie gern musizieren, von Perfektion sind sie aber noch weit entfernt.

Danach spielten Sugar From Soul. Sugar From Soul sind Fabian (Gesang, Gitarre), Benny (Gitarre), Jasmin (Bass) und Tobi (Schlagzeug). Hörproben gibt es auch auf Facebook oder auf ihrer Myspace-Seite.

Mit “The Core” von der am 3. Mai veröffentlichten CD starteten die auch gleich zünftig. Schnell war klar: Die haben technisch und musikalisch echt was drauf und harmonieren sehr gut miteinander. Hier merkt man, dass die Band häufig zusammen vor Publikum steht. Die EP war gut, aber live sind Sugar From Soul eine Wucht. Selten habe ich einen Sänger erlebt, der so genau wusste, wie man ein Mikro bedient (ja, man kann mehr als einfach nur rein singen), außerdem hat er eine sehr wandlungsfähige Stimme, die in den Refrains desöfteren von der Bassistin unterstützt wird.

Fabian (Gesang und Gitarre) und Jasmin (Bass)

Der Gitarrist macht Sperenzchen, spielt beispielsweise wie Hendrix hinterm Rücken, ist aber vor Allem talentiert und spielt mit viel Gefühl. Schlagzeug und Bass verhielten sich etwas unauffälliger, was bei den teils recht vertrackten Rocksongs der Band allerdings nichts anderes heißt, als dass sie sehr gut spielten.

Benny (Gitarre) in Action

Die Songs sind abwechslungsreich, mal rockiger, mal eher Blues, die Refrains bleiben im Ohr, die Musik zwingt zur Bewegung und ist voller Energie. Alles sehr toll und nach meinem Geschmack. Songs von älteren Veröffentlichungen erinnerten in ihren epischeren Momenten und wenn der Gesang etwas höher ausfiel, positiv an Muse, die ich sehr schätze. David Bowie (habe ich in einem andern Review gelesen) ist in manchen Momentan auch eine Assoziation, die ich nachvollziehen kann. Insgesamt sind Sugar From Soul aber eine sehr eigenständige Band, deren Entwicklung ich interessiert weiter beobachten werde.

Ich war am Ende nicht der Einzige, den die Band umgehauen hat. Ringsum sah ich immer wieder begeisterte bis staunende Gesichter. Die wenigsten Zuschauer hatten wohl solch hochwertige Musik erwartet. Das Publikum wollte die Mainzer gar nicht wieder von der Bühne lassen. Auch mit einer Zugabe gab es sich nicht zufrieden, nein, es mussten zwei sein, und das, obwohl die arme Band kaum noch Songs im Repertoire hatte. Aber irgendwann muss alles Gute enden, so auch dieses Konzert. Im Anschluss daran erstand ich noch schnell eine selbstbetitelte CD der werten Herr- und Damenschaften und war sehr froh, als Tobias mir verkündete, die Band werde aller Voraussicht nach im Herbst wieder in Berlin vorbei schauen. Es wäre schade wenn nicht!

 

Berlin Live: Tolle Bands, tolle Location, doofes Konzert

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Schaut euch mal diese Location an!

Dank einer Freundin bin ich gestern bei Motor.fm auf “Berlin Live” gestoßen, ein “Minifestival” in Berlin. Im Trafo in der Koepenicker Strasse traten in diesem Rahmen jeweils drei Bands auf. Am 1. Mai waren das Atari Teenage Riot, KIZ und PlanningToRock, gestern dann Mando Diao, Johnossi und Bonaparte. Das Ganze kostete keinen Eintritt, stattdessen konnte sich jeder auf Motor.fm einen Gästelistenplatz (plus Begleitperson) sichern, indem er seinen Namen und eine E-Mailadresse angab. Die Konzerte filmte das ZDF dann für seinen Kultur-Kanal, um sie in der nächsten Zeit auszustrahlen und so hoffentlich ein jüngeres Publikum anzusprechen. Soweit, so toll. In der Realität funktionierte das Alles leider nicht so gut.

Die Registrierung für die Gästeliste lief unkompliziert und dauerte keine zwei Minuten. Da mehrmals darauf hingewiesen wurde, dass man sicherheitshalber möglichst früh vor Ort sein solle, um auch wirklich ganz sicher auf das Konzert gelassen zu werden, machte ich mich mit Begleitung gegen 18 Uhr auf den Weg zum Trafo. Bis zum Einlass gegen 19 Uhr hatten sich dann auch eine ordentliche Schlange vor der großen Halle gebildet. Sicherlich sehr schöne Bilder fürs Fernsehen, trotzdem hätte der Einlass insgesamt ruhig etwas schneller vonstatten gehen können. Wäre er vielleicht auch, wenn die Ordner am Eingang darauf geachtet hätten, dass wirklich erst diejenigen rein kommen, die geduldig in der Schlange gewartet haben. Stattdessen bildete sich direkt nach dem Öffnen der Tore eine Menschentraube aus Wartenden und Vordrängelnden und am Ende waren die Fairen die Dummen.

Da wir verhältnismäßig weit vorn in der Schlange standen, waren wir trotzdem relativ schnell im Trafo. Die Location ist ziemlich beeindruckend, eine riesige Fabrikhalle. Angesichts der langen Schlange vor der Garderobe (und auch angesichts der Kälte in der Halle) beschlossen wir, unsere Jacken lieber anzubehalten und machten uns auf die Suche nach einer Bar. Besser gesagt: Nach dem Tresen. Richtig gelesen: Für mehrere hundert Menschen hatte man genau einen Tresen aufgestellt, an dem fleißige, aber überforderte Mitarbeiter Flaschenbier in Plastikbecher umfüllten. Hier stand man nochmal ausgiebig Schlange, um am Ende endlich 0,33 Liter unverschämt teures Bier zu erhalten. Dickes Minus!

Nun ja, dachten wir uns, das Wichtigste sind die Konzerte. Also machten wir uns auf in den offenbar dafür vorgesehenen Bereich. Wir stellten fest, dass die Bühnen sehr niedrig waren, so dass man sie schon bei wenig Publikumsaufkommen erstaunlich wenig erkennen konnte. Was uns wunderte, denn dafür schien es keinen ersichtlichen Grund zu geben, man hätte die Bühne problemlos höher anbringen können. Da ich nicht der Größte bin, verließen wir den Bereich wieder, ich hätte hier sowieso nichts gesehen und versuchten uns so an der Seite oder hinter der Bühne (wo mittlerweile auch schon Bonaparte rumturnten, die wir unbedingt sehen wollten) aufzustellen, dass wir halbwegs was erkennen konnten.

Da es mittlerweile recht voll war, auf jeden Fall zu voll, als dass alle Besucher in den Bereich zwischen den drei Bühnen (Ich habe gehört, es gäbe drei Bühnen, gesehen habe ich zwei davon leider nie) gepasst hätten, war das schwierig. Geschätzt lief etwa die Hälfte der Besucher planlos durch die Gegend, während das Bonaparte-Konzert anfing. Alle versuchten, einen Platz mit guter Sicht zu ergattern. Als wir endlich einen halbwegs okayen Platz hatten war die Stimmung im Bereich zwischen den drei Bühnen schon ganz ordentlich, was sicherlich der guten Show von Bonaparte zu verdanken war. Am Sound kann es kaum gelegen haben, der war nämlich grottig. Die Location ist toll, aber für Konzerte scheint sie mir schlecht geeignet zu sein.

Nach wenigen Liedern war der Bonaparte-Auftritt schon wieder vorbei und -akustisch völlig unverständlich- wurden die Schweden Johnossi anmoderiert. Die klangen besser als Bonaparte, dafür habe ich von denen wirklich überhaupt nichts gesehen, da ich ja noch in der Nähe der Bonaparte-Bühne stand. Eine Zeit lang war mir nicht einmal klar in welcher Richtung die Bühne sich befand, dass es keinerlei Möglichkeit gab, irgendwas davon zu sehen, war dafür umso schneller klar.

Naja. Machen wir es kurz. Nach ein paar Minuten Johnossi gab es wieder eine unverständliche Anmoderation, dann waren Mando Diao dran, wieder auf einer anderen Bühne. Diese Bühne war so positioniert, dass ich ab und an die Köpfe von Mando Diao sehen konnte. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, die Bühne war doch ziemlich weit entfernt. Kaum waren Mando Diao mit ihren drei oder vier Songs durch spielten dann auch schon wieder Bonaparte. Wir standen dieses Mal an anderer Stelle, sehen konnten wir trotzdem nicht genug. Zwar war die Bühne nun sehr nah und wir hatten einen tollen Blick auf Schlagzeuger und Keyboardspieler, der Blick auf den vorderen Teil der Bühe war uns allerdings durch allerlei Tücher und Boxen (und ab und an einen Kameramann) verstellt. Nicht direkt hinter der Band stehend gefiel uns auch der Sound etwas besser, leider hörten wir hier den Sänger nicht, was trotz toller Songs wie “Too Much” auch nicht besser war. Dieses Set war noch kürzer als das erste, gefühlte fünf Minuten.

Dann wieder Johnossi, dieses Mal versuchten wir gar nicht mehr, etwas zu erkennen und stellten uns stattdessen in die Bierschlange. Etwa zeitgleich mit dem Erhalt des zweiten Biers des Abends waren dann auch Mando Diao zurück und spielten einen Song mit Johnossi, wenn ich das richtig erahnen konnte. Dann noch ungefähr zwei eigene Songs (inklusive des Hits “Down In The Past”) und das war’s. Immerhin war es noch nicht allzu spät, nicht einmal 10 Uhr, so konnte man mit dem Abend noch Sinnvolleres anfangen.

Schade um die Bands, schade um die Location. Der Sound war schlecht und das Prinzip mit den drei Bühnen gleichzeitig halte ich für richtig bescheuert. Was blieb ist der hunderste Ohrwurm von “Down In The Past”. Yeah.

Berlin Live, das Format von ZDF Kultur für Jüngere

Update 6.Mai 2011: Im Trailer sieht das alles erwartungsgemäß natürlich toll aus.

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Initiative Musik: Sehr positives Fazit des diesjährigen SXSW- Festivals

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Zieht positive Bilanz: Initiative Musik

Das diesjährige SXSW (South By Southwest) im texanischen Austin war schon das 25. und insgesamt ein großer Erfolg. Am 2. Tag lud die Initiative Musik zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, der c/o Pop (Cologne On Pop), dem Reeperbahn Festival, der Jazzahead! und der Berlin Music Commission mit 20 Ausstellern aus Berlin und 25 aus dem gesamten Deutschland unter dem Motto “Wunderbar – German Music @ SXSW 2011″ zum gemeinsamen Lunch. Dabei kamen unter Anderem zusammen: Manuela Keller (Messe Stuttgart), Alexander Schulz (Reeperbahn Festival), Ralph Christoph (C/O Pop), Mike Heisel (Aufsichtsrat Initiative Musik), Oliver Mahrdt (German Films), Markus Weichert (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie), Nadine Riese (Berlin Music Commission), Tilo Berger (AUMA), Katja Hermes (Initiative Musik) und Anton Teichmann (Initiative Musik). Das Fazit fiel sehr positiv aus: “Wir freuen uns, dass über 300 internationale Gäste unserer Einladung folgten, um sich bei kulinarischen Landesspezialitäten mit den rund 100 deutschen Beteiligten auszutauschen “, sagte Markus Weichert vom Bundeswirtschaftsministerium und Experte für Messepolitik.

Acht von der Initiative Musik geförderte Bands traten beim SXSW auf und kamen gut an: Brandt Brauer Frick, Hundreds, Schlachthofbronx und Norman Palm sowie die per Kurztourförderung unterstützten Talking To Turtles, Torpedo Boys, Spermbirds und Ancient Astronauts. So ließ das Münchner Duo Schlachthofbronx verlauten:”Der Laden beim Mad Decent Abend war gesteckt voll, und die Reaktion der Leute auch sehr gut. MTV hat den Auftritt gefilmt und ein Interview mit uns gemacht. Auch sonst konnten wir beim SXSW endlich viele Internetkontakte persönlich treffen und neue DJs, Producer und Businessleute kennenlernen.” Weil es Probleme mit seinem Visum gab, konnte Daniel Benjamin leider nicht auftreten.

Die Initiative Musik bot außerdem zusammen mit der Berlin Music Commission einen Workshop zum Thema “Daily Practices of the US Music Business” an. Dort wurde rege disktutiert, unter Anderem über Möglichkeiten, deutsche Bands in den USA zu vermarkten. An der Diskussion nahmen teil: Marie Clausen von !K7 Records und Jürgen Söder (Morr Music) aus Berlin und die aus New York City angereisten Christian Bernhardt (The Agency Group), Brooke Black (Big Hassle), und Lauren Ross (Terrorbird).

Das SXSW ist ein jährlich in Austin/Texas stattfindendes Festival. 1987 als Musikfestival gegründet, öffnete es sich zunehmend auch den Themen Film und Neue Medien. Eine Woche lang werden Musik und Filme an den unterschiedlichsten Spielstätten geboten. Allein für das musikalische Programm stehen über 50 Bühnen zur Verfügung auf denen oft über 1000 Bands aus aller Welt spielen. Das SXSW ist zudem eine Neuigkeiten- und Kontaktbörse für die Musikindustrie und für Plattenfirmen die Möglichkeit, neue Künstler unter Vertrag zu nehmen.

Die gemeinnützige Initiative Musik fördert im Auftrag der deutschen Bundesregierung die Musikwirtschaft in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeit sind Pop- und Rockmusik sowie Jazz.

Berlin Festival abgebrochen – Änderungshinweise

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(Statement Berlin Festival)  – 11.09.11:18 Uhr

” Festivalabbruch in der Freitagnacht um 02.30h – Berlin Festival geht weiter, allerdings mit wichtigen Änderungen.

Liebe Berlin-Festival-Besucher, das ausverkaufte Berlin Festival versprach, ein tolles Fest zu werden und startete stimmungsvoll und reibungslos am Freitagmorgen um 10.00 Uhr mit dem Public Day der Popkomm. Zu unserem Bedauern änderte sich die Situation um circa 2.30 Uhr, nach über 12-stündigem Programm, vor den Einlassschleusen der Hangar-4-Stage, als sich dort eine größere Anzahl von Besuchern staute. (mehr …)

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